Australien
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Sonntag, 9. November 2025

Weil es so kommen musste

Der Autor in einem dunklen Kapuzenpullover und dunklen Hosen steht frontal am Strand, mit den Händen in den Taschen. Er blickt leicht lächelnd in die Kamera. Hinter ihm erstreckt sich das Meer mit sanften Wellen unter einem dramatischen, wolkenverhangenen Himmel bei Dämmerung oder Sturm, durchbrochen von einem schmalen Streifen hellerem Licht am Horizont. Der Sand im Vordergrund ist dunkel.

Schlafende Hunde sollte man besser nicht wecken. Ich habe das Sprichwort nie angewandt, weil ich nie viel damit anfangen konnte. Aber heute war es das Erste, was mir einfiel, als ich diesen Beitrag zu schreiben begann.

Samstag, 25. Oktober 2025

Goodbye Berlin

Schwarzes Plakat von der Volksbühne Berlin, mit dem weißen Schriftzug „GOODBYE BERLIN“. Die Buchstaben sind unregelmäßig geformt, teils zerfließend oder ausgefranst, wodurch sie leicht verzerrt und handgeschnitten wirken.

Es wirkt, als würde ich mich hier schleichend zurückziehen. Vielleicht ist es ein unbewusster Prozess. Vielleicht bin ich auch nur müde von mir selbst – und von meiner Krankheit. Vielleicht habe ich einfach begriffen, dass der Krebs „verblassen“ muss. Vielleicht kann ich lernen, ihn streckenweise zu ignorieren, indem ich ihn nicht ständig thematisiere.

Freitag, 24. Januar 2025

The Blog is Bleak - Australia in my heart

Victor Mancini mit Freund auf Couch in Melbourne, 2008

I’m going to write in English today. It’s the language that comes to mind when I’m overly emotional (no, not Italian, as believers in clichés too often assume). The bloody medication makes me cry constantly, so English is the language of the moment.  

I realised the blog’s too dark, with death looming on the horizon. It’s unavoidable, I guess, as it’s become my daily grind. But here’s the good thing about truth: once it’s out, you can move on, and enjoy the time left with a sense of humour.

Mittwoch, 22. Januar 2025

Gestern ist nicht mehr heute

Zwei australische Fischer auf See in der Bucht von Broome, einer zeigt einen Katzenhai in die Kamera, der andere sortiert im Hintergrund das Netz. 2005.Broome, 2005.
 
Gestern schrieb ich den ganzen Tag an einem Blogeintrag mit dem Ziel, nicht mehr alles so düster wirken zu lassen. Denn immerhin geht für alle anderen das Leben normal weiter. Also erzählte ich eine Anekdote aus meiner Zeit in Australien, als mein Freund Matze und ich 2005 auf einem Fischerboot in Broome unterwegs waren. Letztlich konnte ich ihn nicht posten – es fühlte sich falsch an. Gefühlt ist nichts mehr da. Gestern ist nicht mehr heute.

© Vic Mancini on Death Row
Maira Gall