Die Zeit verrinnt zu schnell. Ich schaffe es nicht, sie festzuhalten. Ich meine das jetzt nicht esoterisch oder so. Ich hätte einfach nur genug davon, um ihr nicht ständig gefühlt hinterherzulaufen.
Am Mittwoch hatte ich meine routinemäßige Computertomographie vom Thorax, zwei Tage davor das MRT vom Gehirn. Wie schon die Male zuvor fand ich es wieder nervig. Das Warten und die Spritze, das unangenehme Gefühl vom Kontrastmittel und der hämmernde Lärm durch den Gehörschutz hindurch. Was ich diesmal viel schlimmer fand, war jedoch meine Angst. Ich weiß nicht mehr, ob ich es mir nur einbilde oder ob der Tumor wieder da ist und somit nur noch eine Sache von Wochen, bis es wieder alles verzerrt, verstärkt und ein ansatzweise normales Leben endgültig vorbei ist. Von da an geht es nur noch in eine Richtung.
